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Széchenyi-Schloß
Am kiscenker Bauernhofhaus Platz, mit Gebrauch der Wände hat Széchényi Antal um 1750 mit dem Bau des barocken Schlosses begonnen. Aus der Zeit stammt der Plan von Franz Anton, welchen er im Auftrage von Graf Antal gemacht hat. Der großangelegte Plan wurde nicht fertig, hat aber die Richtung von dem um 1760 beendetem Bau gezeigt. Das Hauptgebäude stand aus drei Teilen, zum großen Raum des Mittelteils führte ein mit goldenen Engelstatuen geziertes Treppenhaus. Auf der östlichen Seite hat eine zweistöckige Kapelle, in westlichen Ende hat eine Theaterhalle Platz bekommen. Jetzt wird auch der im Mittenrisalit befindlicher, großer Széchenyi Wappen fertig. Der geometrisch gezeichneter "französischer Garten" wird vor dem Hauptgebäude ausgebaut, und den Eingang umzingeln Wachgebäude. In der Achse begann die bekannte Lindenallee, welcher Bau sich zum Namen Barkóczy Zsuzsanna Frau von Graf Antal knüpft. Graf Széchényi Ferenc zieht 1784 in den Schloss. Er macht seine alphabetische und mit Fachkatalogen ausgerüstete Bibliothek und Sammlung bekannt. Im Jahre 1791 fertigt Hefele Menyhért einen Plan zum großangelegten Zweistockumbau des Schlosses. Der Graf allerdings tritt von dem großen Umbau zurück, und benutzt die Vorstellung nur in kleinen Maßen aus. Mit dem Umbau beantragt er den soproner Ringer József, und der Bau fängt im Jahre 1799 an. Die Zimmerreihe des Erdgeschosses wird wöllbiert und anstatt des Mansardes kommt ein ganzer Stock. Ein Stock kommt ebenfalls auf den Stall des östlichen Flügels und auf dem nördlichen sogenannten "Rotem Schloss" Erdgeschossflügel. Der Bau endet im Sommer 1800, und die Schlosszusammenstellung bekommt eine einheitliche, früh klassizistische Fassade.
Nach Graf Ferenz Tod 1820 wurde sein Sohn Széchenyi István der Schlossherr, welcher dies unter Leitung des soproner Architekten Hild Ferenc zwischen 1834 und 1840 wieder umbauen lässt. Im Hauptgebäude ist nur eine Änderung vorgenommen worden: die Einstellung des Theaterraumes. Das bisher zu wirtschaftliche Ziele dienenden Gebäudeteil wird zu einem romantischen Wohnflügel erweitert und Széchenyi István stellt seinen Wohngemach und seine Bibliothek hierhin. Er bemüht sich sehr für die Entwässerung des Schlosses und baut - in unserem Land noch alleinstehend - die Gasbeleuchtung ein. Er hat sein Schloss mit anderen technischen Neuigkeiten aufgerüstet, Badezimmer, Toiletten mit Wasserspülung dienten seine Gemütlichkeit. Der bisher nur wirtschaftliche Ziele dienender östlicher Flügel wurde die Grippe der ungarischen Pferdezucht. Im Laufe der Zeit formierte sich der Schlosspark durch Hand von Graf Ferenc und István aus einem französischen Garten zu einem englischen Park. Béla der erstgeborener Sohn von Széchenyi István wurde der Erbe. Nach 1860 wurden nur kleinere Änderungen am Schloss vorgenommen. Man pflanzte zahlreiche Pflanzenraritäten zwischen die mehr als hundert Jahre alten Platanebäume. Es war der bekannteste Park der Zeit. Die Schlosszusammenstellung hat sich bis 1945 nicht geändert, hat aber im 2. Weltkrieg enorme Schäden erleidet, die Einrichtung wurde zum großen Teil vernichtet. Die letzte, Széchenyi István würdige Renovierung im Jahre 1969 machte ein großer staatlicher Zusammenhalt möglich. So bekam der Széchenyi István Denkmalmuseum im Hauptgebäude und im westlichen Flügel Platz, im östlichen wirtschaftlichen Flügel ein Automuseum und eine Rosskolonie, im Rotem Schloss ein Hotel, ein Restaurant und ein Kaffee.
Das Denkmalmuseum steht aus zwei Teilen. Die Erdgeschoss-Hallenreihe stellt das Leben der Familie Széchényi und von Széchenyi Istvan vor. Im anderen Teil ist die wirtschaftliche und politische Tätigkeit von Széchenyi Istvan vorgestellt. Zahlreiche Originaldokumente und Gegenstände, Modelle und Makette dienen der Vorstellung des früheren Verkehrs, Pferdezucht, Agrarwirtschaft und Gewerbe. Die Ausstellung schließt die Geldgeschichte die von der Zeit St. István bis in die heutige Zeit noch immer dauert.