| Geschwisterbeziehungen |
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Grossengottern
(Deutschland)
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Grossengottern mit Hilfe für Haus der Deutschen
Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde
mit Fertőrákos
Grossengottern (jw). Heimatstube, Bibliothek
und Aufenthaltsraum wird ein Gebäude beherbergen, das die
Verwaltung der Gemeinde Fertőrákos für die deutsche Minderheit
zur Verfügung stellen und bei deren Renovierung und Einrichtung
die Partnergemeinde Grossengottern helfen wird. Diese Zusicherung
machte bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde gestern
Mittag im neuen Rathaus Bürgermeister Rainer Krumbein. Er
kennzeichnete dei erst im April auf den Weg gebrachten Beziehungen
als vielversprechend im Sinne der Völkerverständigung und
im Zuge der europäischen Vereinigung. Nie wieder dürfe Krieg
das Zusammenleben der Völker in Frage stellen, dafür würden
auch die Kommunen eine wichtige Verantwortung tragen. Krumbein
würdigte die Haltung der Ungarn in Zusammenhang mit den DDR-Flüchtlingen,
auch im Bereich der Partnergemeinde (Grenzübergang zu Östereich).
Vereinbart wurde u.a., Arbeitsgruppen zwischen beiden Gemeinden
zu bilden, die sich konkreten Aufgaben in den Bereichen Wirtschaft
und Tourismus, Bauwesen und Dorfsanierung, Gesundheitswesen,
Umwelt- und Naturschutz, Sport, Kultur und Jugend widmen sollen.
Zu fördern sei nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten,
sondern besonders zwischen den Vereinen und Verbänden, heißt
es. So wird als erster der Schützenverein nach Ungarn fahren
und am Fertőrákoser Schützenfest teilnehmen. Außerdem wird
es im kommenden Jahr zu einem Freundschaftsspiel zwischen
Mannschaften beider Kommunen kommen.
Janos Palkovits, der deutschstämmige Bürgermeister, sprach
von den schon guten Kontakten zu den einstigen DDR-Bürgern
und begrüßte ausserordentlich, dass es zu dieser Partnerschaftvereinbarung
zwischen zwei Gemeinden gekommen ist, die einst hinter den
„Eisernen Vorhang” lebten. Nie wieder dürfe es zu Grenzschliessungen
kommen, wie das momentan schon wieder von der österreichischen
Seite aufgrund der Flüchtlingsströme aus Osteuropa diskutiert
werde. Krumbein sprach gestern gegenüber der TA von der ersten
festen Partnerschaft der Gemeinde mit einer anderen, ausserhalb
der neuen Länder. Nach der Euphorie über die Wiedervereinigung
sei wieder Nüchternheit in den Alltag gekommen und aus manchen
Kontakten mit Gemeinden aus dem alten Bundesgebiet, so mit
Taufkirchen, Wertingen und Reichensachsen, „nichts Offizielles
geworden”.
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Partnerschaftsvertrag
Europäische Vereinigung live
Eine gleichberechtigte Partnerschaft mit Kontakten zwischen
den Menschen wollen sie pflegen – Fertőrákos und Grossengottern.
Die Bürgermeister besiegelten gestern den Vertrag.
Grossengottern – Feierlich ging es gestern in
Grossengotterns neuem Verwaltungshaus zu: Der Partnerschaftsvertrag
zwischen dem ungarischen Städtschen Fertőrákos und der thüringischen
Gemeinde Grossengottern wurde mit den Unterschriften der Bürgermeister
János Palkovits und Reiner Krumbein endgültig besiegelt.
Mit dabei waren drei ungarische Gäste und Gemeindevertreter
Grossengotterns, denen die Freude vom Gesicht abzulesen war.
Mit ungarischem Sekt wurde auf die freundschaftlichen Bande,
die beide Orte partnerschaftlich pflegen wollen, angestoßen.
„Sprung in die Freiheit”
Fertőrákos ist ein kleiner Urlauberort
in Westungarn mit etwa 2200 Einwohnern. Er liegt nahe dem
Neusiedlersee und der Stadt Sopron, direkt an der Grenze zu
Österreich. Der Ort war zu DDR-Zeiten immer wieder Ausgangspunkt
Ostdeutscher für Fluchtversuche gen Österreich. fast jede
Woche habe es Grenzübertritte von DDR-Bürgern gegeben, oft
seien sie missglückt, berichtete Bürgermeister János Palkovits
aus dieser Zeit. Er hoffe, dass die Menschen dort nie wieder
eine Grenze trenne, deren Grausamkeiten in Fertőrákos hautnah
zu spüren waren.
Kontakte zwischen den ungarischen Einwohnern und Deutschen
gebe es seit langem. Nun freue man sich auf die partnerschafltichen
Beziehungen mit den Grossengotterern: Nicht nur zwischen Bürgermeistern
und Gemeindevertretern solle ein Austausch stattfinden. Nein,
auf breiter Ebene, zwischen den Einwohnern beider Orte soll
Freundschaft praktiziert werden, wünscht sich der Ungar Palkovits.
Besonders habe er sich über das Treffen mit Mitgleidern aus
Vereinen Grossengottern am Freitag gefreut.
„Völkerverständigung europaweit in eigene Hände nehmen” will
Grossengottern Bürgermeister Krumbein. Er hatt während seines
Urlaubaufenthaltes 1993 die Idee, mit Fertőrákos Beziehungen
aufzuhehmen und war daheim bei den Gemeindevertretern sofort
auf Zustimmung gestossen. Bewußt habe man eine osteuropäische
Stadt ausgewählt, um eine gleichwertige Beziehung aufzubauen.
Internationale Kontakte seien nicht nur Sache des Staates,
sondern auch auf kommunaler Ebene wichtig, betonte Krumbein:
„Hier können wir was bewegen.” Wie die beiden Partner das
anstellen wollen?
- Konkrete Vorstellungen gibt es längst: Zu Grossengotterns
Schützenfest im Juni’94 werden Fertőrákos Schützen dabei sein.
Grossengotterns Fussballer werden im nächsten Sommer auf Reise
zu einem Freundschaftsspiel gehen. Auch die Feuerwehrkameraden
wollen sich gegenseitig besuchen.
- Im vergangenen Sommer haben bereits Kinder und Gemeindevertreter
Grossengotterns den ungarischen Partnerort besucht und erste
Kontakte geknüpft.
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Ungarn besuchen Grossengottern
Seit Donnerstag abend sind 19 Kinder und
Jugendliche aus Fertőrákos in Grossengottern zu Gast.
Grossengottern – Fertőrákos wird für die
Einwohner Grossengotterns bald kein Zungenbrecher und erst
recht kein Fremdwort mehr sein.
Schon bald wird Bürgermeister Reiner Krumbein mit dem unterzeichneten
Partnerschaftsvertrag mit der ungarischen Gemeinde nach Hause
kommen. Ein Teil dieser jungen Partnerschaft wird schon durch
den Austausch der Kinder und Jugendlichen im Alter von acht
bis 15 Jahren praktiziert.
Am Donnerstag abend war es endlich so weit. 19 Kinder, sowie
der Bürgermeister János Palkovits und der Stellvertreter der
„Deutschen Jugend” Rudi Hofury kamen mit einem Bus in Grossengottern
an. Mit ihnen kehrten auch die 19 Jungen und Mädchen aus Grossengottern
wieder heim. Sie wiederum verbrachten eine Woche bei Gasteltern
in Fertőrákos. „Wir waren oft baden und haben mehrere Schlösser
und Museen besichtigt”, berichteten die Heimkehrer.
Viel vorgenommen haben sich die Gotterschen, um den Ungarn
ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu
mussten die Gäste erst einmal bei einem Rundgang das Dorf
kennenlernen. Nach grossem Willkommensfest am Freitag abend
wird jeder der Gäste am Wochenende Familienleben miterleben.
Da haben die Gastgeber schon genaue Vorstellungen, was sie
an den folgenden Tagen unternehmen wollen. Auch an den Discobesuch
haben die jungen Leute schon gedacht. Am Montag geht es dann
weiter mit einem Besuch im Freizeitpark Ziegenhagen. Bis zum
Abreisetag, dem Donnerstag, sollen Ausflüge nach Mühlhausen
und Erfurt folgen. Natürlich werden sie auch in Neunkirchheilingen
baden gehen. Diese Vorhaben sind jedoch stark vom Wetter abhängig,
so dass vieles auch kurzfristig entschieden werden kann.
Rapola Terme (Italien)
Antau (Österreich)
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