Großengottern (Németország)

grossengottern

grossengotternGroßengottern 1993 óta Fertőrákos testvértelepűlése.

A Thüringiai település lélekszáma 2300.

Honlap: http://www.vg-unstrut-hainich.de/

Grossengottern (Németország) Grossengottern mit Hilfe für Haus der Deutschen

Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Fertőrákos Grossengottern (jw). Heimatstube, Bibliothek und Aufenthaltsraum wird ein Gebäude beherbergen, das die Verwaltung der Gemeinde Fertőrákos für die deutsche Minderheit zur Verfügung stellen und bei deren Renovierung und Einrichtung die Partnergemeinde Grossengottern helfen wird. Diese Zusicherung machte bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde gestern Mittag im neuen Rathaus Bürgermeister Rainer Krumbein. Er kennzeichnete dei erst im April auf den Weg gebrachten Beziehungen als vielversprechend im Sinne der Völkerverständigung und im Zuge der europäischen Vereinigung. Nie wieder dürfe Krieg das Zusammenleben der Völker in Frage stellen, dafür würden auch die Kommunen eine wichtige Verantwortung tragen. Krumbein würdigte die Haltung der Ungarn in Zusammenhang mit den DDR-Flüchtlingen, auch im Bereich der Partnergemeinde (Grenzübergang zu Östereich). Vereinbart wurde u.a., Arbeitsgruppen zwischen beiden Gemeinden zu bilden, die sich konkreten Aufgaben in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus, Bauwesen und Dorfsanierung, Gesundheitswesen, Umwelt- und Naturschutz, Sport, Kultur und Jugend widmen sollen. Zu fördern sei nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten, sondern besonders zwischen den Vereinen und Verbänden, heißt es. So wird als erster der Schützenverein nach Ungarn fahren und am Fertőrákoser Schützenfest teilnehmen. Außerdem wird es im kommenden Jahr zu einem Freundschaftsspiel zwischen Mannschaften beider Kommunen kommen. Janos Palkovits, der deutschstämmige Bürgermeister, sprach von den schon guten Kontakten zu den einstigen DDR-Bürgern und begrüßte ausserordentlich, dass es zu dieser Partnerschaftvereinbarung zwischen zwei Gemeinden gekommen ist, die einst hinter den „Eisernen Vorhang” lebten. Nie wieder dürfe es zu Grenzschliessungen kommen, wie das momentan schon wieder von der österreichischen Seite aufgrund der Flüchtlingsströme aus Osteuropa diskutiert werde. Krumbein sprach gestern gegenüber der TA von der ersten festen Partnerschaft der Gemeinde mit einer anderen, ausserhalb der neuen Länder. Nach der Euphorie über die Wiedervereinigung sei wieder Nüchternheit in den Alltag gekommen und aus manchen Kontakten mit Gemeinden aus dem alten Bundesgebiet, so mit Taufkirchen, Wertingen und Reichensachsen, „nichts Offizielles geworden”.

Partnerschaftsvertrag

Europäische Vereinigung live Eine gleichberechtigte Partnerschaft mit Kontakten zwischen den Menschen wollen sie pflegen – Fertőrákos und Grossengottern. Die Bürgermeister besiegelten gestern den Vertrag. Grossengottern – Feierlich ging es gestern in Grossengotterns neuem Verwaltungshaus zu: Der Partnerschaftsvertrag zwischen dem ungarischen Städtschen Fertőrákos und der thüringischen Gemeinde Grossengottern wurde mit den Unterschriften der Bürgermeister János Palkovits und Reiner Krumbein endgültig besiegelt. Mit dabei waren drei ungarische Gäste und Gemeindevertreter Grossengotterns, denen die Freude vom Gesicht abzulesen war. Mit ungarischem Sekt wurde auf die freundschaftlichen Bande, die beide Orte partnerschaftlich pflegen wollen, angestoßen. „Sprung in die Freiheit” Fertőrákos ist ein kleiner Urlauberort in Westungarn mit etwa 2200 Einwohnern. Er liegt nahe dem Neusiedlersee und der Stadt Sopron, direkt an der Grenze zu Österreich. Der Ort war zu DDR-Zeiten immer wieder Ausgangspunkt Ostdeutscher für Fluchtversuche gen Österreich. fast jede Woche habe es Grenzübertritte von DDR-Bürgern gegeben, oft seien sie missglückt, berichtete Bürgermeister János Palkovits aus dieser Zeit. Er hoffe, dass die Menschen dort nie wieder eine Grenze trenne, deren Grausamkeiten in Fertőrákos hautnah zu spüren waren. Kontakte zwischen den ungarischen Einwohnern und Deutschen gebe es seit langem. Nun freue man sich auf die partnerschafltichen Beziehungen mit den Grossengotterern: Nicht nur zwischen Bürgermeistern und Gemeindevertretern solle ein Austausch stattfinden. Nein, auf breiter Ebene, zwischen den Einwohnern beider Orte soll Freundschaft praktiziert werden, wünscht sich der Ungar Palkovits. Besonders habe er sich über das Treffen mit Mitgleidern aus Vereinen Grossengottern am Freitag gefreut. „Völkerverständigung europaweit in eigene Hände nehmen” will Grossengottern Bürgermeister Krumbein. Er hatt während seines Urlaubaufenthaltes 1993 die Idee, mit Fertőrákos Beziehungen aufzuhehmen und war daheim bei den Gemeindevertretern sofort auf Zustimmung gestossen. Bewußt habe man eine osteuropäische Stadt ausgewählt, um eine gleichwertige Beziehung aufzubauen. Internationale Kontakte seien nicht nur Sache des Staates, sondern auch auf kommunaler Ebene wichtig, betonte Krumbein: „Hier können wir was bewegen.” Wie die beiden Partner das anstellen wollen? – Konkrete Vorstellungen gibt es längst: Zu Grossengotterns Schützenfest im Juni’94 werden Fertőrákos Schützen dabei sein. Grossengotterns Fussballer werden im nächsten Sommer auf Reise zu einem Freundschaftsspiel gehen. Auch die Feuerwehrkameraden wollen sich gegenseitig besuchen. – Im vergangenen Sommer haben bereits Kinder und Gemeindevertreter Grossengotterns den ungarischen Partnerort besucht und erste Kontakte geknüpft.

Ungarn besuchen Grossengottern

Seit Donnerstag abend sind 19 Kinder und Jugendliche aus Fertőrákos in Grossengottern zu Gast. Grossengottern – Fertőrákos wird für die Einwohner Grossengotterns bald kein Zungenbrecher und erst recht kein Fremdwort mehr sein. Schon bald wird Bürgermeister Reiner Krumbein mit dem unterzeichneten Partnerschaftsvertrag mit der ungarischen Gemeinde nach Hause kommen. Ein Teil dieser jungen Partnerschaft wird schon durch den Austausch der Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 15 Jahren praktiziert. Am Donnerstag abend war es endlich so weit. 19 Kinder, sowie der Bürgermeister János Palkovits und der Stellvertreter der „Deutschen Jugend” Rudi Hofury kamen mit einem Bus in Grossengottern an. Mit ihnen kehrten auch die 19 Jungen und Mädchen aus Grossengottern wieder heim. Sie wiederum verbrachten eine Woche bei Gasteltern in Fertőrákos. „Wir waren oft baden und haben mehrere Schlösser und Museen besichtigt”, berichteten die Heimkehrer. Viel vorgenommen haben sich die Gotterschen, um den Ungarn ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu mussten die Gäste erst einmal bei einem Rundgang das Dorf kennenlernen. Nach grossem Willkommensfest am Freitag abend wird jeder der Gäste am Wochenende Familienleben miterleben. Da haben die Gastgeber schon genaue Vorstellungen, was sie an den folgenden Tagen unternehmen wollen. Auch an den Discobesuch haben die jungen Leute schon gedacht. Am Montag geht es dann weiter mit einem Besuch im Freizeitpark Ziegenhagen. Bis zum Abreisetag, dem Donnerstag, sollen Ausflüge nach Mühlhausen und Erfurt folgen. Natürlich werden sie auch in Neunkirchheilingen baden gehen. Diese Vorhaben sind jedoch stark vom Wetter abhängig, so dass vieles auch kurzfristig entschieden werden kann.